
Aus UPD und PZM wird UPZ
Per 30. Juni 2026 schliessen sich die Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) und das Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) zu einem neuen Unternehmen zusammen. Dieses wird Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern AG (UPZ) heissen. Sowohl UPD und PZM weisen für das Jahr 2025 einen positiven Geschäftsgang aus. Die wirtschaftliche Gesundung ist Grundlage für die Fusion.
Ein wichtiger Meilenstein in der Zusammenführung der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) und des Psychiatriezentrums Münsingen (PZM) wird der 1. Juli dieses Jahres sein: Ab dann treten sie als ein Unternehmen auf, das einen neuen Namen tragen wird. Die Namen UPD und PZM werden nicht mehr geführt. Der neue Name lautet Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern (UPZ). Die Idee dahinter: Bei der Fusion wird von beiden Unternehmen das Beste genommen und zu einem neuen, starken Psychiatriezentrum vereint. Dieser Gedanke zeigt sich auch bei der Namensfindung: Von beiden Unternehmen stammt das «P», von der UPD kommt das «U», vom PZM das «Z». Parallel dazu werden zudem das neue Logo und Erscheinungsbild des UPZ erarbeitet.
Auf rechtliche folgt betriebliche Fusionsphase
Damit das UPZ per 1. Juli seine Leistungen als neue Organisation erbringen kann, laufen derzeit die Vorbereitungsarbeiten auf Hochtouren. Dies beispielsweise in den Bereichen Informatik, Personalwesen und Finanzen. Oberstes Ziel ist, dass die psychiatrische Versorgung jederzeit sichergestellt bleibt. Gleichzeitig werden Projekte zur weiteren Integration beider Unternehmen ins UPZ sowie zur Weiterentwicklung und Harmonisierung bereits vorangetrieben. Eines dieser Projekte ist das neue Qualitätsmanagementsystem, das ab 2027 die bestehenden Systeme von UPD und PZM ablösen wird.
Finanzen stabilisieren und verbessern sich
Mit der Fusion entsteht ein neues, zukunftsfähiges, patientenorientiertes und starkes Universitätsspital für psychische Gesundheit. Der Regierungsrat des Kanton Bern hat vergangenen Oktober der Fusion zugestimmt. Die beiden Psychiatrien arbeiten in enger Zusammenarbeit mit der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern (GSI) auf den Zusammenschluss hin. Eine wichtige Voraussetzung für die Fusion war ein gesundes finanzielles Fundament. Hier konnten sich sowohl das PZM als auch die UPD weiter verbessern: Beide Psychiatrien weisen 2025 einen positiven Geschäftsgang aus. Die UPD schreibt 2025 einen Gewinn von CHF 22.9 Mio. (Vorjahr: Verlust -8,7 Mio., 2023 Verlust -21.9 Mio.) Das Ergebnis enthält zwei einmalige positive Sondereffekte. Einerseits wurden Universitäre Psychiatrische Dienste Bern (UPD) AG ¦ PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG Seite 1 von 2 aufgrund der Vollkapitalisierung der Bernischen Pensionskasse (BPK) Rückstellungen im Umfang von CHF 10.8 Mio. aufgelöst und anderseits konnten Rückstellungen im Zusammenhang mit Covid von 1.4 Mio. aufgelöst werden. Die EBITDA-Marge (Verhältnis des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen zum Umsatz) konnte auch ohne Sondereffekt deutlich gesteigert werden auf 7.1 Prozent (Vorjahr -2.4 Prozent, 2023 -10.6 Prozent). Das Darlehen von CHF 52 Mio. aus dem kantonalen Rettungsschirm wurde nur zu 30 Mio. beansprucht. Die weiteren Tranchen werden aufgrund des guten Geschäftsgangs nicht benötigt. Das PZM weist ebenfalls einen Gewinn aus: Dieser beträgt 2025 CHF 6.3 Mio. (Vorjahr Verlust -0.3 Mio., 2023 Verlust -5.7 Mio.). Die EBITDA-Marge beträgt ohne den einmaligen Pensionskasseneffekt von 5.2 Mio. 5.7 Prozent (Vorjahr 3.4 Prozent, 2023 -2.2 Prozent). Die revidierten Rechnungen werden Ende April publiziert.
Standortfrage wird geprüft
Das UPZ bleibt auch nach dem 1. Juli 2026 an den zwei Hauptstandorten in Bern und Münsingen. Gemeinsam mit der GSI werden verschiedene Varianten für die Zukunft geprüft. Im Gespräch ist unter anderem, den Betrieb entweder auf dem heutigen UPD Gelände Waldau an der Bolligenstrasse oder auf dem PZM-Gelände in Münsingen zu konzentrieren und weiterzuentwickeln. Die Verantwortlichen des Projekts erheben derzeit, welche Infrastruktur dereinst für eine moderne Psychiatrie zur Verfügung erforderlich ist. Anschliessend soll im Herbst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Bis zur möglichen Eröffnung eines neuen UPZ-Campus könnte es 2034 werden.
Auskünfte erteilt: - Dr. Christoph B. Egger, Präsident Verwaltungsrat UPD und Vizepräsident Verwaltungsrat PZM, erreichbar via Medienstelle zwischen 11.00 und 15.00 Uhr, Tel. Tel. 058 630 82 50, E-Mail: medien@upd.ch


